13. Dezember 2013

TAO lebt als Praxis-Netzwerk weiter!

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Im wachsenden Silbermarkt besteht ein Potenzial, damit die TAO-Projektpartner ihre Expertise über das Projektende hinaus weiter zur Anwendung bringen können. Das TAO-Praxis-Netzwerk verbindet Hintergrundwissen mit der konkreten Erfahrung von Senioren-Communities.

Mit einem TAO-Handbuch für Senioren-Communities, mit Software-Optimierungen im Open-Source-Umfeld und mit praxistauglichen Businessmodellen hat das AAL-Projekt „Third Age Online“ für Europa taugliche, nachhaltige Lösungsbeiträge entwickelt.

Im Kontext von Ambient Assisted Living (AAL) scheitern ganz viele nützliche Produkte und Dienstleistungen bei der Markteinführung. Die Generation 50+, also der wachsende Silbermarkt, stellt eine anspruchsvolle Zielgruppe dar. Die TAO-Expertise trägt dazu bei, dass dieser Wachstumsmarkt differenziert wahrgenommen und bearbeitet werden kann. Davon profitieren Produzenten und Marktteilnehmer.

Aus TAO ist ein stabiles Expertise-Netzwerk entstanden, welches am Markt für praxistaugliche Lösungen zur Verfügung steht. Mit dem Institut Alter (INA) der Berner Fachhochschule und mit dem Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung ZAWiW der Universität Ulm sind zwei auf Seniorenfragen spezialisierte Institute Wissensträger. Wirtschaftsfragen rund um den Silbermarkt werden an der Berner Fachhochschule und an der United Nations University in Maastricht bearbeitet.

Symposium Bern, Nutzen von Senioren-Communities

Workshop Ulm, Motivation von Senioren-Communities

2. Oktober 2013

Projektende? Nein, Meilenstein!

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Über das offizielle Projektende hinaus haben die TAO-Projektpartner bereits konkrete Ideen entwickelt, um die guten Grundlagen und Kontakte auch in Zukunft nachhaltig nutzen zu können.

Nach dem viel beachteten Berner Symposium und dem europaweiten Informationsaustausch am AAL-Forum in Norrköpping (Schweden) kommt das Projekt TAO am 30. September 2013 nach drei Jahren an sein formelles Ende. Mit allen administrativen Abschlussarbeiten kann „Third Age Online“ gegen Jahresende hin abgeschlossen werden.

Über das Netzwerk hinaus, das die Akteure im Projekt haben knüpfen können, hat TAO sehr viele Erkenntnisse und Handlungsimpulse zur Verbesserung der Lebensqualität im Alter gebracht. Aus diesem Grund hat die Berner Fachhochschule mit den Universitäten Maastricht und Ulm bereits konkrete Vorstellungen entwickelt, wie aus dem Gemeinschaftsprojekt nachhaltig wirksame Folgeprojekte entstehen können. Dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit – wie lassen sich Senioren-Communities finanzieren? – kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Für mehr Informationen steht TAO-Koordinator Thomas Gehrig zur Verfügung.

27. September 2013

Senioren auf dem Weg ins Internet

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Wie kommen ältere Menschen ins Internet? Und was bringt ihnen dies überhaupt? Diese Fragen beantwortete ein Symposium in Bern. Es beschloss das Forschungsprojekt Third Age Online (TAO). Das Projekt zeigte, dass über 60-Jährige viel gewinnen, wenn sie die Möglichkeiten des Internets nutzen.

Nein, das Internet macht nicht glücklicher. Aber es hilft, die Lebensqualität zu halten, gerade auch im Alter. Zwar seien die realen Beziehungen entscheidend für die Lebensqualität im Alter. Doch gerade ältere Menschen – zumal wenn sie weniger mobil sind als in jüngeren Jahren – profitieren von der virtuellen Kommunikation, weil sie ihnen hilft, mit anderen Menschen, etwa mit ihrer Familie, im Kontakt bleiben. Dies war eines der Ergebnisse des EU-Forschungsprojekts Third Age Online (TAO), an welchem sich Forschende aus der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden beteiligten.

Technische Hürden abbauen
Damit ältere Menschen sich aktiv und mit Freude am Internet beteiligen, braucht es allerdings zweierlei: Zum Einen müssen sie darin einen Nutzen sehen. Zum Anderen soll der Zugang nicht mit Hürden technischer Art verbaut sein. Deswegen nehmen sich die Experten der Altersinnovationsstiftung „Terz Stiftung“ Webseiten vor und testen sie auf Benutzerfreundlichkeit. Sie achten besonders darauf, dass die Seite intuitiv zu bedienen ist und dass die Schriften gut lesbar sind. Das kommt nicht nur älteren Personen zu Gute. „Ist eine Internetseite seniorengerecht, kommen auch jüngere Personen besser damit zurecht“, sagt etwa Eduard Klein, Software Engineer an der Berner Fachhochschule.

Heute sollte es nicht mehr so sein, dass Senioren das Objekt einer Forschung oder einer Webseiten-Entwicklung sind, meinte Andreas Ninck, Professor am Institut Unternehmensentwicklung an der Berner Fachhochschule, in seinem Referat. „Senior zu sein, bedeutet Erfahrung zu haben“, betonte er. Deswegen sollten Senioren beim Designen einer Webseite idealerweise von Anfang an mit an Bord sein.

Helfen, à jour zu bleiben
Seniorweb ist eine der Organisationen, welche sich dem Ziel verschrieben hat, Senioren beim Gang ins Internet und bei der Beteiligung an Communities zu unterstützen. „Der Wandel im Mediennutzungsverhalten wird uns immer stärker beschäftigen, wenn wir Senioren helfen wollen, à jour zu bleiben“, sagte der Präsident von Seniorweb und ehemalige Nationalrat Anton Schaller. Die Organisation bietet ihren Mitgliedern unter anderem Support bei Computerproblemen und Kurse für den Umgang mit dem Computer an.

Doch weshalb sollten sich ältere Menschen überhaupt auf Internet-Communities einlassen? Aus keinem anderen Grund, aus dem es auch jüngere tun: Weil es ihnen einen Nutzen bringt. Wobei dieser Nutzen durchaus ideeller Natur sein kann, wie Markus Marquard von der Universität Ulm am Beispiel Wikipedia erläuterte. „Senioren können darin nicht nur eine Sinnerfüllung sehen, sondern sich selbst auch als kompetent erleben.“ Denn viele Senioren tragen reiche Erfahrung und viel Wissen mit sich, welches sie gern mit anderen Menschen teilen würden. Ihr Nutzen ist das Bewusstsein: Was bei Wikipedia steht, ist nicht verloren.

Am wichtigsten: Das Erfolgsgefühl
Ob Wikipedia, Computerkurse oder Webseiten-Tests – all diese Dienstleistungen funktionieren nur dank Menschen, die unentgeltlich mitarbeiten. Und auch hier gilt: „Am wichtigsten ist das Gefühl des Erfolgs: Unsere Klienten sind glücklich“, sagt Elisabeth Weinberger von SeniorWeb Niederlande, die mit mehreren Tausend Freiwilligen zusammenarbeitet. Ihre eigene Aufgabe bestehe in erster Linie darin, für den reibungslosen Ablauf und perfekte Arbeitsbedingungen der Freiwilligen zu sorgen.

Zum TAO-Abschlusssymposium in Bern kamen rund 60 Fachpersonen aus Seniorenorganisationen, Behördemitglieder sowie weitere interessierte Personen. Das TAO-Forschungsprojekt untersuchte zwischen 2010 und 2013, wie ältere Menschen von den Möglichkeiten und Angeboten von Online-Communities einen Nutzen ziehen können.

20. September 2013

SeniorWeb und TAO gewinnen den ‘Learn for Life Encouragement Award 2013’

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Unser Partner SeniorWeb (Niederlande) gewann den “Learn for Life Encouragement Award 2013” für seine TAO-Aktivitäten. Dieser niederländische Preis wird jährlich während dem ‚Learning Festival‘, welches Leute dazu anregt, ihre Kenntnisse und Fertigkeiten weiter zu entwickeln, verliehen.

Der ‘Learn for Life Encouragement Award’ belohnt niederländische Organisationen für herausragende Projekte im Bereich der Erwachsenenbildung. Die ausgezeichneten Projekte müssen innovativ sein, die Auswirkungen im In- und Ausland sollten klar aufgezeigt werden und die Projekte müssen auf weitere Länder übertragbar sein. Unser Partner SeniorWeb Niederlande präsentierte seine Tätigkeiten im Bereich Erwachsenenbildung im Rahmen von TAO und wurde mit dem Preis während des niederländischen ‘Learning Festival’ am 13. September 2013 ausgezeichnet. Der Preis besteht aus einem Zertifikat und Medienresonanz durch die Preisvergabe.

Die Pressemitteilung:
“Die Jury war begeistert von diesem ansprechenden europäischen Projekt (TAO). Best practices bezüglich der Gründung und dem Betrieb einer Online-Plattform von und durch Senioren wurden geteilt. Weiter wurde untersucht, wie man für eine solche Plattform freiwillige Mitarbeiter/-innen rekrutiert und leitet und wie man Ausbildungsprodukte für und durch Senioren anbietet. Dieses Projekt bietet gute Chancen für eine weite Ausbreitung und weitere Folgeaktionen.“

Herzliche Gratulation zum Preis ‘Learn for Life Encouragement Award 2013’!

17. September 2013

Menschen 60+ profitieren von Online-Communities

Quelle: Internet goes Ländle

Die 60+-Jährigen von heutzutage sind aktiver und sozial verbundener als je zuvor. Was aber geschieht mit all ihren sozialen Kontakten, wenn sie zu arbeiten aufhören oder weniger mobil werden? Das TAO-Team zeigte, dass 60+-Jährige viel profitieren, wenn sie sich Online-Communities anschliessen.

Können Online-Communities (Gemeinschaften, in denen die meisten Kontakte online stattfinden) wie Wikipedia oder Seniorweb die sozialen Bedürfnisse von sogenannten „best agers” verbessern? Nach drei Jahren intensiver Untersuchungen hat das TAO-Team herausgefunden, dass die aktive Teilnahme an Online-Communities das Leben von älteren Erwachsenen in der Tat bereichert. Der Grund dafür: Online-Communities decken viele ihrer Bedürfnisse ab.

Alle Menschen, auch die über 60-Jährigen, möchten sich unabhängig fühlen, Gemeinschaftsgefühle erfahren, selbständig Entscheidungen treffen und neue Herausforderungen annehmen. Oftmals decken ihre alltäglichen Aktivitäten diese Bedürfnisse ab. Wenn sich ihr soziales Umfeld aber verändert (z.B. durch Pensionierung) oder ihre Mobilität eingeschränkt wird (z.B. indem sie Familienmitglieder betreuen), können Online-Communities verschiedene Bedürfnisse befriedigen. Einige Communities fokussieren auf soziale Kontakte, andere auf Wissenstransfer oder sie geben Interessierten die Gelegenheit für Freiwilligenarbeit (z.B. Texte verfassen oder Treffen im wirklichen Leben organisieren).

Weshalb beteiligen sich Menschen im Alter von 60+ dann nicht öfters an Online-Communities? Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Hindernisse nicht technischer Natur sind, sondern vielmehr sozial bedingt: «Ich sehe den Nutzen nicht», so eine häufige Aussage der befragten Personen. Bis heute gelingt es den wenigsten Online-Communities, klar mitzuteilen welche Vorteile (ältere) Nutzer haben, die sich ihnen anschliessen.

Um Online-Communities zu unterstützen, hat das TAO-Team ein Online-Handbuch entwickelt, das kostenlos und für alle zugänglich ist. Das Handbuch bietet klare Richtlinien zu einem breiten Themenspektrum: Von Freiwilligen-Management, über Tipps zur Vereinfachung der technischen Bedienbarkeit bis hin zu Geschäftsmodellen. Davon profitieren nicht nur Seniorinnen und Senioren, auch Online-Communities und ihre Mitglieder ziehen einen Nutzen aus der grossen, neuen Zielgruppe. Die wissenschaftlich erforschten Erkenntnisse im Handbuch können für Communities eine Unterstützung sein, indem sie diesen helfen ihre Webseiten so anzupassen, dass sie den Anforderungen der Zielgruppe genügen.

Wünschen Sie mehr Informationen? Dann schauen Sie sich das TAO-Handbuch an.

30. August 2013

„Seid mutig Senioren!“: Silberwissen in Deutschland

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Diesen Sommer fand an der Seniorenuniversität Cottbus (Deutschland), in Zusammenarbeit mit dem TAO-Partner Wikimedia Deutschland, der Kurs „Das kleine Wikipedia 1×1“ statt. Das Resultat? Ein selbstgeschriebener, gemeinschaftlicher Wikipedia-Artikel.

Lienhard Schulz, langjähriger Wikipedianer und erfahrener Referent, führte die Teilnehmer zuerst in einem 3×3-stündigen Wikipedia-Basis-Curriculum in die Arbeitsweise, Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Qualitätssicherung ein.

Im Anschluss wurden in weiteren 3×3 Stunden die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten anhand der gemeinsamen Erarbeitung eines neuen Artikels vertieft. Die Teilnehmer wählten das Thema und einigten sich auf den Cottbusser Ortsteil Branitz. Dazu brachten sie derart viel Material (und Bilder) mit, dass man daraus leicht hätte eine Dissertation machen können.

Das Resultat dieser Intensivveranstaltung war einerseits Freude und Stolz über den selbstgeschriebenen Artikel. Andererseits erhielten die Teilnehmer, durch die im Kurs erworbenen Fähigkeiten, das Vertrauen, in der Wikipedia weiterzuarbeiten. Die drei übergreifenden Gesichtspunkte „Sei mutig“, „Abschreiben“ (d.h. themenverwandte Quelltexte öffnen, abgucken und ggfs. Standards übernehmen) und „Finden” konnten fest in den Köpfen verankert werden. Dieses 6×3-stündige Format scheint für die Ziele des Projekts Silberwissen ideal zu sein.

Mehr Informationen sind bei Elvira Schmidt erhältlich.

Dieser Blog-Beitrag entstand auf der Grundlage eines Beitrags von Lienhard Schulz auf dem WMDE-Blog.

9. August 2013

Dare to be wise

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Sapere aude – Dare to be wise! Ergebnisse aus PEER Projektforschung fließen in die TAO Community of Practice ein.

Das europäische Projekt ‚PEER- Sapere aude!‘ hat es sich als Ziel gesetzt, den Wissensaustausch und das dadurch entstehende Lernpotenzial unter Älteren zu fördern.

50+ Plattformen (internetbasierte Soziale Netzwerk Plattformen für Erwachsene über 50 Jahren) bieten umfangreiche Möglichkeiten für Lernen während des gesamten Lebens und besonders im Alter. Die PEER Projektpartner möchten daher das informelle und nicht-formale Lernen unter Gleichaltrigen („Peer Learning“) in Online-Communities mit Web2.0 Tools unterstützen, die auf Ältere zugeschnitten sind.

Ende Juli fand das letzte Partnertreffen statt, bei dem die portugiesischen Partner von Aidlearn Gastgeber waren. Die abschließenden Ergebnisse von PEER fließen nun über einen aktuell veröffentlichten Artikel im Handbuch auch in die Community of Practice von TAO ein. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt hier auf den Erkenntnissen, die im Zusammenhang der Nutzung, Motivation und Bedürfnissen von älteren Usern sozialer Netzwerke gewonnen wurden. Neben pädagogischen Hinweisen werden auch praktische und technische Tipps zur Implementierung sinnvoller Web 2.0 Tools auf 50+ Plattformen gegeben.

Für mehr Informationen zum Projekt PEER klicken Sie auf den Hauptlink.

9. August 2013

TAO: Teilnahme an internationaler Konferenz in Las Vegas

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Die Forschungsarbeiten innerhalb des Projektes TAO haben international Aufmerksamkeit erzielt und wurden positiv aufgenommen. Um die Resultate der TAO-Erhebung über Internet-Gebrauch und Web 2.0-Teilnahme zu präsentieren, wurde Dirk Richter (zusammen mit Stijn Bannier aus Maastricht) zur „Human-Computer Interaction International“-Konferenz (HCII 2013) nach Las Vegas, Nevada, USA eingeladen.

Las Vegas ist einer der ungewöhnlichsten Orte für wissenschaftliche Konferenzen. Dennoch, aufgrund des riesigen Angebots an Hotelzimmern wird Las Vegas oftmals als Ort für internationale Sitzungen ausgewählt. Die HCII-Konferenz fand im bekannten Hotel „Mirage“ statt, das am noch bekannteren Las Vegas Boulevard (bekannt als „the Strip“) liegt. Hotels wie das „Mirage“ sind so gross (ungefähr 8000 Betten), dass die Konferenz mit mehr als 3000 Teilnehmern kaum sichtbar war für gewöhnliche Gäste.

Innerhalb der fünf Tage dauernden Konferenz über verschiedene Aspekte der Mensch-Computer-Interaktion gab es zwei Veranstaltungen zu Senioren und Computer-Gebrauch, wo auch der Bericht der oben genannten TAO-Erhebung präsentiert wurde. Obwohl die Senioren-Thematik an der Konferenz nur von geringer Wichtigkeit war, erhielten diese Veranstaltungen, und die Resultate der TAO-Erhebungen im Besonderen, viel Aufmerksamkeit. Die TAO-Erhebungs-Resultate wurden mit Forschern aus aller Welt intensiv diskutiert.

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30. Juli 2013

Technisierung des Alters – Beitrag für ein gutes Leben?

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NachwuchswissenschaftlerInnen diskutieren in Ulm mit Experten und Senioren über die Vorteile und Herausforderungen von technischen Systemen, die ältere, hilfsbedürftige Menschen unterstützen können.

Im Rahmen der Klausurwoche „Technisierung des Alters“ wurden in Ulm ethische, rechtliche, soziale und medizinische Aspekte von technischen Assistenzsystemen bei
pflege- und hilfsbedürftigen Menschen im fortgeschrittenen Alter diskutiert.

NachwuchswissenschaftlerInnen und ExpertInnen kamen in der Woche vom 14. bis 20. Juli zusammen, um sich auszutauschen über neuste Erkenntnisse aus dem Bereich der „Ambient-Assisted-Living“-Technologie (kurz: AAL) – der gleichfalls unter dem Begriff „altersgerechte Assistenzsysteme“ verhandelt wird. Unter anderem gab es auch Gelegenheit, sich mit SeniorInnen auszutauschen und über Vor- und Nachteile der AAL-Technologie, die es alten Menschen erlauben soll, ihr Leben mit technischer Unterstützung weitgehend selbstbestimmt im eigenen Lebensumfeld zu verbringen, zu diskutieren. Im Rahmen seines Expertenvortrags zum Thema “Nutzung des Internets durch ältere Menschen”, stellte Markus Marquard (ZAWIW, Ulm) unter anderem auch das TAO-Projekt als Beispiel für ein innovatives Forschungsprojekt im Kontext von AAL vor.

Um mehr darüber zu erfahren, klicken Sie hier.

30. Juli 2013

Auf zwei Gleisen in Richtung Projektschluss

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Mit einem öffentlichen Symposium in Bern und mit der Präsentation verschiedener Forschungsresultate an einem Expertentreffen in Norrköpping (Schweden) laufen die Arbeiten in Richtung Projektschluss koordiniert auf zwei Gleisen.


Am Berner Symposium stehen am 12. September die praktischen Bedürfnisse der Schweizer Senioren-Communities im Mittelpunkt. In Kurzreferaten und Dialog-Präsentationen werden die TAO-Erkenntnisse aus Ulm, Maastricht und Bern für die praktische Anwendung konkretisiert. Am Schweizer Senioren-Markt dürfte die Präsentation der neuen Strategie von Seniorweb.ch auf besonderes Interesse stossen.

Forscherinnen und Praktiker treffen sich jährlich im September am AAL-Forum zum Informations- und Erfahrungsaustausch; dieses Jahr in Norrköpping (Schweden). Unter dem Label „AAL Ambient Assisted Living“ entwickeln Hochschulen, Unternehmen und Praxispartner europaweit ganz unterschiedliche Massnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität im Alter.

Das Gemeinschaftsprojekt „Third Age Online“ der Berner Fachhochschule und der Universitäten Maastricht und Ulm ist in Schweden mit technischen Innovationen aus der Web-Welt und mit Erkenntnissen zu Business-Modellen vertreten. TAO bewirbt sich als Gesamtprojekt zudem um den „AAL-Forum Award“, ein Ranking nachhaltiger Projektleistungen.

Mehr Informationen sind bei TAO-Koordinator Thomas Gehrig erhältlich.

19. Juli 2013

TAO-Abschlusssymposium: Melden Sie Sich Jetzt an!

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Wir laden Sie herzlich ein, am TAO-Abschlusssymposium am 12. September im Freien Gymnasium Bern teilzunehmen! Die Teilnahme ist kostenlos aber eine Anmeldung ist notwendig. Wir freuen uns, Sie begrüssen zu dürfen!


Das Projekt TAO will ältere Menschen für Online-Communities aktivieren. Am öffentlichen TAO-Symposium werden jetzt die Erkenntnisse aus einem dreijährigen Projekt einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Das Symposium bietet für Seniorenorganisationen, diakonische Mitarbeitende, Senioren-Lernzentren etcetera Kontaktmöglichkeiten und Tipps für die praktische Alltagsarbeit.

Unter dem Motto „Wie finden sich älter werdende Menschen in der digitalen Welt zurecht?“ schlägt das Symposium den Bogen von der europaweit koordinierten wissenschaftlichen Arbeit bis hin zu lokal umsetzbaren Praxisbeispielen aus den drei Ländern. Weiter präsentiert Seniorweb.ch die neue Strategie.
Kurzreferate, Dialog-Präsentationen und eine Diskussionsrunde in der Art eines „Senioren-Club“ prägen den Nachmittagsanlass auf der gemeinsamen Suche nach den relevanten Faktoren, um sich in der digitalen Welt zurecht zu finden.

Das Programm im Detail

Kontakt und weitere Informationen:
Thomas Gehrig, Projekt-Koordinator, Berner Fachhochschule
E-Mail / +41 79 760 06 06

Anmeldung und Administration
Olga Vallier
E-Mail / +41 31 848 44 59

16. Juli 2013

TAO-Zweiwellenerhebung zum Wohlbefinden und zur sozialen Online-Beteiligung älterer Erwachsener beendet

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Die TAO-Projektpartner UNU-MERIT, BFH und ZAWiW haben bei Personen im Alter von 50+ eine Panel-Befragung durchgeführt. Ziel war, Internet-Nutzungsmuster und Auswirkungen des Internets auf die soziale Situation und das Wohlbefinden dieser Personen zu identifizieren. Ein Jahr nach der ersten Erhebungsrunde wurden zu Beginn des Jahres 2013 die zweiten Befragungen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser liegen nun im „Deliverable 5.2“ vor.

Die Resultate zeigen, dass sich beim Internet-Nutzungsmuster der Zielgruppe zwischen den beiden Untersuchungen nur leichte Veränderungen ergeben haben. Aufgrund des relativ kurzen Zeitabstandes der beiden Erhebungen ist dies nicht wirklich überraschend. Insgesamt wurden Hinweise gefunden, dass das Internet weder negative noch positive Konsequenzen auf die psychosoziale Situation von älteren Erwachsenen hat. Dies hat mit der Tatsache zu tun, dass das Internet nur einen Teil dieser Zielgruppe tangiert und andere soziale Umgebungs- und Lebensstilfaktoren für ältere Erwachsene (nicht mit dem Medium Internet aufgewachsen) eine bedeutendere Rolle einnehmen. Hingegen ist offensichtlich, dass das Internet im Erweitern des sozialen Bereiches von älteren Menschen eine wesentliche Rolle spielt. Insgesamt kann aufgrund der Studien-Ergebnisse davon ausgegangen werden, dass dieser Erweiterungsprozess auf Kontakte mit anderen Personen und aktiverem Gebrauch des Web 2.0 ausgerichtet ist. Bezüglich der Informationsbeschaffung und Freizeitbeschäftigungen (Spiele etc.) scheinen die Internetangebote über die Zeit weniger wichtig zu werden.

Bei Fragen oder für mehr Informationen dürfen Sie sich gerne an Dirk Richter oder Stijn Bannier wenden.

Ergebnisse können unter den folgenden Links gesichtet werden:
Erste Teilbefragung
Zweite Teilbefragung

28. Juni 2013

Soziale Medien für alle!

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Soziale Medien sind gross in Mode. So gross, dass der niederländische TAO-Partner SeniorWeb NL dazu verschiedene Benutzer-Broschüren („Specials“) herausgibt, die bei niederländischen Internet-Benutzern heiss beliebt sind.

Um den Umgang mit Sozialen Medien und anderen praktischen Internetdiensten zu erlernen, hat die niederländische Online-Senioren-Community SeniorWeb je eine Broschüre („Special“) zu den folgenden Medien und Diensten publiziert: Facebook, Twitter, Schoolbank, Hyves (eine Art niederländisches Facebook), Messenger und Skype. Die Broschüren sind in Niederländisch und allgemeinverständlich geschrieben und umfassen je 40 Seiten.

Mitglieder können diese Broschüren im Webshop für wenig Geld (6.50 Euro) kaufen. In Lernzentren werden die Broschüren, wozu auch Begleithefte für Lehrer gehören, als Unterrichtsmaterial eingesetzt. Des Weiteren stehen Beilagen, die Aktualisierungen der Broschüren beinhalten, zur Verfügung.

Geht man von einer Rangliste aus, dann ist die Facebook-Broschüre die Gewinnerin: Die ersten 3.000 Exemplare waren schon bald einmal ausverkauft. Die Neuauflage wurde aktualisiert und ist um viele Seiten ergänzt worden. Inzwischen werden in immer mehr Lernzentren Workshops zu Sozialen Medien durchgeführt. Facebook ist auch dabei das bei weitem gefragteste Thema.

Mehr Informationen zu den Broschüren erhalten Sie von Kai Grabenhorst .
Guides zum selber lesen (nur Niederländisch)

14. Juni 2013

Zusammenfassung des TAO-Workshops in Ulm

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Am 15. Mai kamen in der Villa Eberhardt in Ulm Verantwortliche von Online-Communities und Senioren-Organisationen mit Senioren und Seniorinnen zusammen und diskutierten gemeinsam, wie die Zusammenarbeit und der Austausch über das Internet das Leben älterer Menschen bereichern können. Der Workshop wurde vom Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) der Universität Ulm in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule organisiert.

Die Präsentationen sowie eine kurze Zusammenfassung des Inhalts der beim Workshop gehaltenen Vorträge stehen hier zur Verfügung. Auch als Videoclips können sie im Youtube channel des ZAWiW angesehen werden.

Markus Marquard (ZAWiW | Universität Ulm): “Wie Online-Communitys das Altern bereichern”
Wie können die persönlichen Bedürfnisse und Motive der heterogenen Gruppe der Älteren in ihrer Internetnutzung berücksichtigt werden, so dass Online-Communities mit der Lebenswelt älterer User verknüpft werden und eine Bereicherung darstellen können?
Präsentation herunterladen


Verena Simon & Frieder Leipold (Seniorbook AG): “Seniorbook.de – Ein Netzwerk zwischen schrill und beige”
Vorstellung des 2011 gegründeten Internetportals seniorbook, welches sich inhaltlich direkt an der Zielgruppe Menschen ab 45 orientiert und das Ziel hat, Menschen zu vernetzen und zu verbinden.
Präsentation herunterladen


Alexander Wild (Feierabend.de): “Feierabend.de – 15 Jahre Feierabend.de – Web 3.0 als Win-Win Strategie zwischen Ehrenamt und Werbebanner”
Vorstellung Deutschlands erfolgreichster Senioren-Online-Community mit über 170.000 Mitgliedern.
Präsentation herunterladen


Dr. Elvira Schmidt (Wikimedia Deutschland): “Silberwissen – Wissen in der Wikipedia teilen”
Wikimedia Deutschland e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Förderung Freien Wissens einsetzt. Seit 2008 verfolgt Wiki¬media Deutschland unter anderem das Ziel, die Beteiligung von älteren Menschen in den diversen Wikimedia-Communities (Wikipedia, Wikiversity, usw.), die heute von jüngeren Nutzern dominiert werden, zu fördern.
Präsentation herunterladen


Elisabeth Weinberger (Seniorweb.nl): “SeniorWeb.NL – Freiwillige als unverzichtbarer Erfolgsfaktor einer Community”
SeniorWeb ist eine Non-Profit-Organisation und in den Niederlanden mit rund 140.000 Mitgliedern ein sehr beliebtes Onlineportal für Senioren und Seniorinnen.
Präsentation herunterladen


Rüdiger Glott (MERIT | Universität Maastricht): “Third Age Online – Praxisorientierte Resultate und Handlungsempfehlungen”
In seinem Vortrag verknüpfte der Bussinessexperte Daten zum demographischen Wandel mit zukunftsweisenden Geschäftsmodellen für ältere Erwachsene. Die Aktivierung von SeniorInnen darf in einem wirtschaftlichen Kontext nicht nur auf diese persönlich zielen, sondern muss auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Institutionen mit einbeziehen.
Präsentation herunterladen


Ergebnisse aus den ebenfalls im Rahmen des Workshops abgehaltenen Arbeitsgruppen zu den Themen erfolgreiche Strategien für die Öffentlichkeitsarbeit, Motivation neuer Mitglieder, Aktivieren der bestehenden Mitgliederbasis, Management von freiwilligen Unterstützern, Entwicklung von Geschäftsmodellen sowie Benutzerfreundlichkeit von Online-Plattformen fließen in die Erweiterung des TAO-Handbuchs ein und können in Kürze öffentlich abgerufen werden: http://en.wikiversity.org/wiki/TAO/Handbook.

14. Juni 2013

Vertreter europäischer Online-Senioren-Communities tauschen Erfahrungen aus

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Im Rahmen von TAO organisierte UNU-MERIT (research and training centre of the United Nations University and Maastricht University) in Maastricht (Niederlande) einen offenen internationalen Workshop für Online-Senioren-Communities.

Am 22. Mai 2013 kamen an der UNU-MERIT Vertreter von gemeinnützigen und gewinnorientierten Organisationen, Senioren-Communities, Online-Plattformen, Organisationen des Gesundheitswesen und Fachpersonen, die im Gebiet der IT-Bildung für ältere Erwachsene arbeiten, für einen eintägigen Workshop zusammen.

Die Delegierten, die von norwegischen, belgischen, deutschen, niederländischen und schweizerischen Organisationen kamen, machten auf allgemeine Probleme und bewährte Methoden aufmerksam. Und sie sprachen auch Strategien zur Führung von Freiwilligen an. Dieser galt spezielles Interesse, da Online-Communities und Bildungszentren für ältere Erwachsene sehr auf Freiwillige angewiesen sind.

Alle anwesenden Vertreter der Organisationen konnten trotz geografischer Unterschiede und verschiedenen Geschäftsmodellen ihre Erfahrungen austauschen und voneinander lernen. Im Rahmen des Workshops hatten sie einerseits die Möglichkeit vom Erfolg anderer Organisationen zu hören. Andererseits konnten sie sich auch über die Entwicklung und das Vorgehen bezüglich dem Bereitstellen von Diensten für ältere Erwachsene austauschen. Nicht zuletzt bot der Workshop den Teilnehmenden auch die Möglichkeit sich mit Kollegen aus unterschiedlichsten Ländern zu vernetzen.

Mehr Informationen gewünscht? Kurze Videointerviews mit Organisatoren und Teilnehmenden finden Sie hier. Oder kontaktieren Sie Stijn Bannier.

31. Mai 2013

Senioren als Internet-HelferInnen

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Ältere Menschen, die bei der Benützung des Internets Hilfe brauchen, richten sich gerne an Helfer in ihrem Alter. Um solchen Internet-Tutoren die erforderlichen Kenntnisse zu geben, organisiert unser deutscher TAO-Partner ZAWiW für ältere Freiwillige ein “Qualifizierungsseminar” zu neuen Medien.

Unsere Gesellschaft wird immer mehr von den technischen Entwicklungen der neuen Medien beeinflusst. Viele ältere Menschen benötigen Unterstützung um von den technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen nicht abgehängt zu werden, sie wollen auch im Alter Teilhabe praktizieren. In Baden-Württemberg gibt es dafür an vielen Orten „Senior-Internet-Initiativen“ (sii), in denen ehrenamtlich Senior-Internet-Helfer/-innen (sih) mit großem ehrenamtlichem Engagement ihr Wissen zu den neuen Medien an ihre Altersgenossen weitergeben. Sie helfen nicht nur beim Einstieg ins Internet sondern wollen auch neue Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen. Dieses Seminar dient der Qualifizierung von Senior-Internet-Helfer/-innen und unterstützt das vielfältige Bürgerschaftliche Engagement im Kontext der neuen Medien. Gleichzeitig gibt das Seminar Raum für Austausch und weitere Vernetzung der Senior-Internet-Initiativen.

Es ist zurzeit nicht mehr möglich sich für dieses Seminar, das vom 5.-7. Juni 2013 in Bad Urach stattfindet, anzumelden. Falls Sie mehr Informationen hierzu wünschen, wenden Sie sich bitte an Sandra Stecker oder rufen Sie an: +49 7315023194.

31. Mai 2013

“Wie macht ihr das?”: Workshop bietet Online Communities Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch

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Wie können wir Menschen dazu bringen, das Internet so zu nutzen, dass sie einen konkreten Nutzen für ihr Leben daraus ziehen? Über diese zentrale Frage diskutierten die Teilnehmer am 15. Mai am TAO-Workshop in Ulm.

Seniorbook.de (Frieder Leipold und Verena Simon), Feierabend.de (Alexander Wild), Wikimedia Foundation (Dr. Elvira Schmidt) und SeniorWeb.nl (Elisabeth Weinberger), alles namhafte Online-Communities, stellten ihre Strategien vor, mit denen sie Mitglieder werben, zum Mitmachen motivieren, beim Mitmachen unterstützen und langfristig an ihre Angebote binden.

Diese praxisorientierten Beiträge wurden durch Forschungserkenntnisse aus dem Projekt TAO ergänzt. So zeigte Markus Marquard (Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung, Universität Ulm) einerseits wie Online-Communities von Studienteilnehmern für gelingendes Altern genutzt werden. Rüdiger Glott (Universität Maastricht MERIT) andererseits verknüpfte Daten zum demographischen Wandel mit zukunftsweisenden Geschäftsmodellen für ältere Erwachsene.

Einen noch intensiveren Austausch von Fachwissen und Erfahrungen ermöglichten Workshops. Folgende Themen wurden unter anderem diskutiert: Erfolgreiche Strategien für die Öffentlichkeitsarbeit, Motivation neuer Mitglieder, Management von freiwilligen, Entwicklung von Geschäftsmodellen sowie Benutzerfreundlichkeit von Online-Plattformen. Ergebnisse dieser Workshops können in Kürze öffentlich über das TAO-Handbuch abgerufen werden.

Der Workshop wurde vom Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule organisiert. Als Moderator führte TAO-Projektkoordinator Thomas Gehrig durch den Tag.

Weitere Informationen zum Workshop erhalten Sie über Sandra Stecker.

17. Mai 2013

Kein Computer Chinesisch

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Viele Menschen halfen, dem Projekt TAO ein Gesicht zu geben. Ihre Aktivitäten dürften wohl auch noch andauern, wenn das Projekt endet.

„Diese Social-Media-Kurse sind nicht Computer Chinesisch. Sie sind mehr wie eine Schritt für Schritt Anleitung. Deshalb mag ich diese Kurse.” Dies erzählte uns eine ältere Dame zum Beginn des Projektes TAO vor ungefähr zwei Jahren.

Für das TAO-Team war von Anfang an klar, dass nicht bloss über ältere Erwachsene geredet werden soll – der Fokus richtete sich vor allem auf das Reden mit ihnen. Das Team ging aktiv auf ältere Menschen zu: So hat man sich zum Beispiel so in Einkaufszentren eingerichtet, dass Interessierte gleich vor Ort einen Workshop besuchen konnten oder es wurden Kurse bei lokalen Abendschulen und in Gemeinschaftszentren organisiert. Das TAO-Team wollte direkt von den älteren Erwachsenen erfahren, wie sie über Online-Communities denken, weshalb sie diese nicht nutzen und welche Unterstützung sie sich diesbezüglich wünschen. Zusammen mit den älteren Menschen, wurden zur Verbesserung von Diensten und Produkten, Ideen gesammelt.

Dieses Vorgehen brachte nicht nur wissenschaftliche Arbeiten und Präsentationen hervor, sondern auch ein Online-Handbuch. Dieses ist nicht nur für jedermann zugänglich – es beinhaltet auch geeignete Richtlinien, die aufzeigen wie ältere Erwachsene und Online-Communities näher zusammen gebracht werden können. Es gibt auch Aktivitäten, die durch das Projekt TAO zum Laufen gebracht wurden und die man nach Projektende weiterführen möchte. Auch wenn das Projekt in diesem Herbst offiziell enden wird sind wir optimistisch, dass die aus dem Projekt hervor gegangenen Aktivitäten und Produkte noch eine geraume Zeit von Nutzen sein werden.

Interessiert an weiteren Informationen zum Projekt TAO? Dann schauen Sie sich auf der Website um oder kontaktieren den Projekt Koordinator Thomas Gehrig.

30. April 2013

Workshop in Ulm: Online-Communities im Praxis-Austausch mit Senioren-Organisationen

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Am 15. Mai diskutieren Betreiber von Online-Communities in Ulm mit Senioren-Organisationen Strategien und Massnahmen, wie die Zielgruppe 50+ erfolgreich in die virtuelle Welt geführt werden kann.

Praktikable und nachhaltige Strategien zur Einbindung und Aktivierung der „Zielgruppe 50+“ werden am 15. Mai in Ulm (Deutschland) diskutiert. In der Villa Eberhard diskutieren Betreiber von namhaften Online-Communities mit Senioren-Organisationen und Bürger-Initiativen, wie ältere Menschen von Communities profitieren und an ihnen aktiv partizipieren können. Gesucht werden konkret umsetzbare Massnahmen.

In Online-Communities erweitern Menschen jeden Alters ihren sozialen Handlungsspielraum und werden in die Lage versetzt, sich an Wertschöpfungs-Prozessen zu beteiligen. Allerdings zeigen verschiedene Untersuchungen, dass ältere Erwachsene diese Möglichkeiten erst teilweise nutzen. Zudem werden die Chancen von Communities häufig unterschätzt. Damit stellt sich deren Betreibern die Herausforderung, wie sich auch Menschen über fünfzig Jahren vermehrt einbinden lassen. Nicht zuletzt geht es um die Nutzbarmachung von Erfahrungen und Kompetenzen der Generation 50+.

Am Workshop stellen Input-Vorträge erfolgreiche Lösungsansätze wie seniorbook.de oder Silberwissen vor. Thematisiert werden die Rolle von „Freiwilligen als Erfolgsfaktoren einer Community“ oder „Web-Strategien zwischen Ehrenamt und Werbebanner“. Fachleute aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden präsentieren neueste Forschungserkenntnisse. Zudem bietet der Workshop hervorragende Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten.

Videoclips und Präsentationen zum Workshop finden Sie hier.

19. April 2013

God Morgen! Norwegische Vertreter einer Online-Senioren-Community besuchen niederländisches Pendant

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Vertreter von zwei Online-Senioren-Communities trafen sich um ihre Strategien, Dienstleistungen und die allgemeine Geschäftsführung zu diskutieren.

Kürzlich besuchten Vertreter der norwegischen Online-Senioren-Community „Seniornett Norway” ihre niederländischen Kollegen von „SeniorWeb“ in Utrecht (Niederlande). Sie diskutierten zusammen über ihre Bildungszentren, Marketing-Strategien, Webseiten, ihren Computerunterstützungsdienst, ihre Finanzierung und die allgemeine Geschäftsführung.

Inspiriert von „SeniorWeb“ Niederlande hat sich die norwegische „Seniornett Norway“ zum Ziel gesetzt ihre Marke und Dienstleistungen zu verbessern. Ebenfalls möchte sie ihre Webseite besser strukturieren und benutzerfreundlicher gestalten. Zusätzlich sind ein jährliches Treffen und ein Vernetzungstag für norwegische Freiwillige geplant. Diese Aktivitäten sollen den Wissensaustausch verbessern und einen „Familiensinn“ unter den Freiwilligen aufbauen. Aufgrund der enormen räumlichen Distanzen Norwegens ist es allerdings unwahrscheinlich, dass die Organisation dieser Events zu einer einfachen Aufgabe wird!

Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Organisationen machen den Austausch von Informationen umso wichtiger und nützlicher. Beide bieten bezahlte Abonnements und Mitgliedschaften an, Bildungszentren verteilen sich über die jeweiligen Länder und es wird von den Bemühungen der Freiwilligen Gebrauch gemacht. Ein Bereich, wo „SeniorWeb‘s“ Erfahrung sicherlich besonders nützlich ist, ist beim Thema Finanzierung. „Seniornett Norway“ erhält gegenwärtig finanzielle Unterstützung von der Regierung, möchte in Zukunft aber, genauso wie die niederländische Schwesterorganisation, finanziell unabhängig werden.

Möchten Sie mehr erfahren? Dann kontaktieren Sie:
www.seniornett.no
www.seniorweb.nl

28. März 2013

Ausbildung der Ausbilder für iPad, iPhone, Facebook & Twitter

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Im Rahmen des Projektes Third Age Online (TAO) hat die niederländische Online-Senioren-Community SeniorWeb landesweit Workshops für ältere Bürger zum Thema Unterrichten von sozialen Medien und mobilen Geräten durchgeführt.

Für SeniorWeb sind diejenigen Freiwilligen die wertvollsten, die verständliche und bezahlbare Kurse für jedermann im ganzen Land anbieten. Diese Freiwilligen unterrichten nicht nur, sie übernehmen oftmals volle Verantwortung für die lokale Organisation einer Bildungseinrichtung oder eines Internet-Cafés. Aus diesem Grund werden sie auch oft „Botschafter“ genannt. Mehr als 3200 solche Botschafter sind in den Niederlanden aktiv. Die Meisten von ihnen sind ältere Erwachsene. Zusätzlich zu den Bildungsaktivitäten stellen die Freiwilligen einen Help Desk zur Verfügung, bieten technische Unterstützung zu Hause an oder fungieren als Verantwortliche für E-Mail-Gruppen.

Um sicher zu gehen, dass die Freiwilligen gut vorbereitet und auf dem neuesten Stand sind, organisiert SeniorWeb Schulungen, in denen spezifische Themen, die in einem Workshop oder neuen Kurs angesprochen werden könnten, eingeführt und ausführlich besprochen werden. Im letzten Jahr gab es im Rahmen des Projektes TAO Schulungen zu folgenden Themen: Soziale Medien wie Facebook, Twitter und Hyves (eine niederländische Website zum sozialen Networking), mobile Geräte, namentlich Smartphones (iPhone, Samsung Galaxy, etc.) und Tablet-PCs (iPad, Asus Transformer, etc.).

Haben Sie noch Fragen oder möchten Sie nähere Informationen? Dann senden Sie eine E-Mail an Stijn Bannier

15. März 2013

TAO Handbuch: Vollständige Version online!

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Seit September 2010 forschen die Partner des TAO-Projektes daran, wie die Teilnahme von älteren Erwachsenen an Online Communities erhöht werden kann. Nun wurden die Forschungsresultate, Ergebnisse und Empfehlungen in einem Online-Handbuch zusammen getragen und publiziert.

Seit September 2010 forschen die Partner des Projektes Third Age Online (TAO) daran, wie die Teilnahme von älteren Erwachsenen an Online Communities erhöht werden kann. Nun wurden die Forschungsresultate, Ergebnisse und Empfehlungen in einem Online-Handbuch zusammen getragen und publiziert.

Deshalb laden wir Sie ein, einen Blick auf folgende Website zu werfen.

Das TAO Handbuch enthält, unter anderem, praktische Empfehlungen für alle, die ältere Erwachsene ermutigen wollen sich an Aktivitäten der Online-Zusammenarbeit zu beteiligen. Des Weiteren finden sich im Handbuch folgende Informationen: Hintergrundinformationen zu spezifischen Bedürfnissen und Charakteristiken von älteren Erwachsenen sowie Übersichten bezüglich Fragen der Zugreifbarkeit und des Freiwilligen-Managements.

Wir sind Ihnen dankbar für jegliche Rückmeldungen zum Handbuch: Finden Sie einfach, was Sie suchen? Sind die Texte im Handbuch gut verständlich? Haben Sie weitere Vorschläge? Melden Sie sich bei uns unter: community@thirdageonline.eu

Das Handbuch ist momentan nur in Englisch verfügbar.

27. Februar 2013

TAO auf die lange Zielgerade eingeschwenkt

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Mit einem Kickoff-Meeting in Bern und mit der Planung verschiedener Umsetzungsmassnahmen startete das letzte TAO-Projektjahr dynamisch.

Die Arbeiten der kommenden Monate fokussieren sich auf ein Hauptziel von TAO, nämlich “Creating Benefits for Older Adults and Society“. Dabei ist allen Partnern sehr bewusst, dass es über den formellen Projektabschluss hinaus darum geht, nachhaltig Wirkung zu erzielen. Gelingt es beispielsweise, Impulse von Seniorweb NL auf Schweizer Verhältnisse zu übertragen? Lassen sich Erkenntnisse der wissenschaftlichen Recherchen in konkreten Projekten umsetzen? Können die erarbeiteten Grundlagen auch langfristig einem interessierten Publikum zur Verfügung gestellt werden?

Trotz personeller Wechsel in einzelnen Teilprojekten und einer Strategieprüfung bei Seniorweb CH ist überall der unbedingte Wille spürbar, die Dynamik von TAO auch im Abschlussjahr ungebrochen spielen zu lassen.

Mit Thomas Gehrig als TAO-Koordinator für das Schlussjahr ist ein erfahrener Kommunikationsfachmann zum Team gestossen, der über die Koordinationsaufgabe hinaus wichtige Impulse für die öffentliche Wahrnehmung von TAO einbringen soll.

Mit einem TAO-Workshop am 15. Mai in Ulm und einem TAO-Workshop am 21. Mai in Maastricht sind zwei wichtige Meilensteine in der Konkretisierung.

Mehr Informationen im nächsten TAO-Blog oder beim Koordinator Thomas Gehrig ( thomas.gehrig@bfh.ch)

18. September 2012

Noch immer Nachholbedarf der älteren Internetnutzer

Gemäss den neuesten Statistiken für Deutschland und die Schweiz gibt es nach wie vor einen deutlichen Unterschied zwischen den Altergruppen. Wie die Initiative D21 in ihrem aktuellen “(N)ONLINER Atlas 2012″ feststellt, nutzen in Deutschland in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen nun mehr als 60 Prozent das Internet. In der Schweiz waren es schon vor einem Jahr mehr als 60%. Nach der neuesten Statistik der Bundesverwaltung ist nun aber erstaunlicherweise die Nutzung dieser Altersgruppe in der Schweiz etwas zurückgegangen. Den nach wie vor stärksten Zuwachs an Nutzern zeigt die Altersgruppe der über 70-jährigen, die allerdings auch den grössten Rückstand hat. In beiden Ländern sind es etwa 28%.

Immer mehr ältere Verbraucher gehen mit Smartphones und Tablet-PCs ins Netz. Besonders letztere bieten weit weniger technische Barrieren und erleichtern bisherigen Nonlinern den Zugang zum Internet. Auch Soziale Netzwerke erfreuen sich bei Senioren zunehmender Beliebtheit.

Lesen Sie mehr auf seniorweb.ch.

16. September 2012

TAO Advisory & Evaluation Board Meeting

Am 11. September 2012 trafen sich die Mitglieder des TAO Evaluation & Advisory Boards am Hauptsitz der United Nations Universität in Bonn, Deutschland. Das Ziel der Veranstaltung war, die Ergebnisse des Projekts und die Fortschritte des vergangenen Jahres zu besprechen. Auf der Agenda standen zwei Hauptergebnisse des TAO Projekts zur Diskussion: das TAO Handbuch und das Business Model. Die Anwesenden beschäftigen sich dabei primär mit der Frage, wie die ultimativen Ziele des Projekts und seine Erkenntnisse am erfolgreichsten ins Bewusstsein der breiten Internet-Community gerufen werden können.

9. September 2012

Beteiligung am AAL Forum 2012

AAL Forum 2012 – Morgen in Sicht: vom Design bis zur Lieferung
Die Bereitstellung effektiver AAL Dienstleistungen, die Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten und Entfaltung künftiger Massnahmen für aktives und gesundes Altern.

24-27 September 2012, Eindhoven, Niederlande.

AAL Projekte EU und nationale Politik: In diesem Jahr konzentriert sich das jährliche Forum des Ambient Assisted Living Joint Programms auf die folgenden Hauptthemen: Ergebnisse und Zukunft; von der Forschung zur Wirtschaft: Bereitstellung von Innovationen und Ideen. Information, Inspiration, Imagination, Interaktion und Innovation sind die fünf Grundpfeiler des AAL Forums 2012. Erwartet werden rund 1200 Teilnehmer aus ganz Europa, darunter auch TAO Projekt-Mitglieder. Der besondere Veranstaltungsort für das diesjährige Forum ist das UFO-förmige Evoluon in Eindhoven.

29. August 2012

Das FFI Projekt Luzern wird erfolgsversprechend

Grosse Nachfrage “FFI 2012 Luzern”

Wie die grosse Nachfrage des Projekts “Freie Fahrt ins Internet Luzern” zeigt, werden die Veranstaltungen des TAO Community Partners Seniorweb.ch zum andauernden Erfolg. Die ersten Workshops beginnen am Montag, 3. September 2012 und werden bis am 9. Oktober 2012 dauern. Folgende Workshops zeigten sich als Spitzenreiter: “iPad-Workshop” und die “Bilder-Workshops”.

Der Teilnehmerstand am 28. August 2012 betrug 41 Teilnehmer, welche insgesamt an 78 Workshops teilnehmen werden.

Weitere Informationen finden Sie auf Seniorweb.ch.

17. August 2012

Wikipedia für Senioren: Ein Beitrag auf der WikiCon 2012 (Österreich)

Seit 2011 führen Wikimedia Deutschland und seine Partner das Porjekt “Silberwissen” durch, das darauf abzielt, Ältere als Wikipedia-AutorInnen zu gewinnen. Bei der WikiCon 2012 in Dornbirn (Österreich) wurde dieses Projekt der Wikipedia-Community vorgestellt.

Ein wachsender Teil der Bevölkerung ist über 50 Jahre alt. Trotz ihrer enormen Kompetenzen sind diese Menschen bei Wikipedia unterrepräsentiert – besonders unter den aktiven NutzerInnen, den AutorInnen. Wikimedia Deutschland versucht seit 2008, auch Ältere zur aktiven Mitarbeit an Wikipedia zu animieren. Das Projekt „Silberwissen“ besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Kursmodulen. Diese wurden und werden in Kooperation mit örtlichen Partnern (z.B. Volkshochschulen) von Wikipedia-ReferentInnen an verschiedenen Standorten in Deutschland durchgeführt. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Ziele, Methoden, Partner, Schwierigkeiten und Erfolge des Projekts.

„Silberwissen“ ist ein Projekt von Wikimedia Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Konsortium des AAL-Projekts Third Age Online (TAO), besonders dem Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm als Forschungspartner.

Beim Vortrag kamen ein Wikipedia-Referent sowie eine Vertreterin des Forschungspartners zur Sprache. Die Teilnehmenden – jüngere und ältere WikipedianerInnen – brachten viele interessante Ideen zur Weiterentwicklung des Projekts ein.”

Weiterführende Links:
WikiCon 2012
Silberwissen

10. August 2012

Internet als Kooperations – und Lernmedium

Internet als Kooperations- und Lernmedium: neue Lernformen in der wissenschaftsfundierten Weiterbildung Älterer.

Am Beispiel der Aktivitäten des Vereins „Virtuelles und reales Lern- und Kompetenznetzwerk älterer Erwachsener (ViLE) e.V.“, der bundesweiten Online-Ringvorlesung der BAG WiWA, der intergenerationellen europäischen Online-Vorlesung „Wege und Werte entlang der Donau“ sowie virtuellen Leseprojekten werden unterschiedliche Konzepte und didaktische Prinzipien virtuellen Lernens in Bezug auf die Interessen, Bedarfe und Motivationen älterer Lernender aufgezeigt und diskutiert.

Nachfolgend die Präsentation und der Vortrag der Akademischen Direktorin Carmen Stadelhofer, Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) und Markus Marquard M.A., Universität Ulm aus der Online-Ringvorlesung vom 27. Juni 2012. Die Ergebnisse aus der Begleitforschung stammen z.T. aus dem AAL-Forschungsprojekt ThirdAgeOnline.

Vortrag “Internet als Kooperations- und Lernmedium”

9. August 2012

Aktiv Altern und intergenerationeller Dialog

Eine Herausforderung für die Donauländer im gemeinsamen Europa
Neue Wege in der Seniorenbildung

8.-10.7.2012 – Eine europäische Tagung im Rahmen des 8. internationalen Donaufests Ulm/ Neu-Ulm und des Europäischen Jahres des aktiven Alterns

Die aktive Partizipation und soziale Inklusion aller Bevölkerungsgruppen und der Dialog zwischen Alt und Jung sind Voraussetzung für eine sich entwickelnde Zivilgesellschaft. In einer Zeit, die geprägt ist von dem rapiden Wandel in Wissenschaft, Wirtschaft, Technik und Gesellschaft müssen die Herausforderungen der Zukunft von Alt und Jung gemeinsam angegangen werden. Alternde Gesellschaften wie diejenigen im Donauraum können es sich nicht leisten, die enormen Potenziale Älterer nicht zu nutzen. Deswegen gilt es für die Gesellschaft, die Kompetenzen und die Produktivität Älterer zu sichern. Andererseits erfordert die Geschwindigkeit, mit der gültiges und erlerntes Wissen veraltet, die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen, auch der älteren Bürger/-innen.
Die Webseite zur Europäischen Konferenz

15. Juli 2012

TAO an der Wikimania 2012

Elly presenting the Silver Knowledge approach at Wikimania 2012

Ältere Menschen stärker an Wikipedia und den Schwesterprojekten zu beteiligen, ist das Ziel mehrerer Massnahmen und Projekte, die u. a. im Rahmen des TAO-Projektes (Third Age Online) durchgeführt werden. Wir haben die diesjährige Wikimania in Washington DC zum Anlass genommen, verschiedene Ansätze vorzustellen und beim Ideenaustausch Denkanstösse und Vorschläge für Massnahmen zur Einbeziehung von Senioren zu sammeln und die Herausforderungen aus der Sicht unabhängiger Unterstützer und Förderer von Wikimedia (siehe Folien der Präsentation) zu erörtern. Wir freuen uns, dass eine immer grössere Anzahl von Mitgliedern der Wikimedia-Community Interesse an der Einbeziehung von Senioren zeigt. Offensichtlich hat die Idee, auf ältere Menschen zuzugehen und sie als aktiv Beteiligte zu gewinnen, in der Wikimedia-Bewegung Anklang gefunden.

Es sind jedoch noch einige grössere Herausforderungen zu meistern: Zunächst ist es notwendig, bestehende Ansätze weiter zu entwickeln und neue Ansätze zu erproben, um Massnahmen zur Einbeziehung von Senioren erfolgreicher und wirkungsvoller zu gestalten. Dann gilt es, die Dokumentation und Verbreitung der Best Practices zu optimieren und systematisch aufzubereiten. Zu diesem Zweck wurde während der Konferenz eine Reihe von bahnbrechenden Entscheidungen getroffen, welche die gemeinsamen Leistungen in diesem Bereich zukünftig verbessern sollen. Dazu gehören die Erstellung eines regelmässig erscheinenden Newsletters und die zentrale Dokumentation von Ansätzen im Bildungsbereich des Wikimedia Outreach Wiki unabhängig von den Zielgruppen (Schulen, Universitäten und Senioren).

Programmseite des TAO-Workshops
Folien der Präsentation

29. Juni 2012

Verbundene Technologien und engagierte Generationen: Stijn Bannier

Stijn Bannier, der Forscher des Projekts TAO presentierte an der globalen Alters Konferenz in Prague im May 2012 zum Thema “Verbundene Technologien und engagierte Technonologien: Tweets, blogs, soziale Netzwerke und digitales Alter “. Das Interview Video sehe unten.

22. Juni 2012

Design Thinking Konzept

Design_Thinking

Design Thinking Konzept ist der Methode in Anlehnung an das Stanford Innovationsmodell. Dabei sind drei zentrale Rahmenbedingungen bzw. Anforderungen analysiert worden: Nützlichkeit, Machbarkeit, Lebensfähigkeit. Gemäss diesem Ansatz findet Innovation im Schnittbereich der drei Felder statt. Das Rezept für Innovation liegt also darin, nutzergerechte Lösungen zu entwickeln welche technisch machbar und wirtschaftlich gesehen lebensfähig sind. In jüngerer Zeit bahnt sich ein Wandel des Innovationsverständnisses an. Neuerungen werden nicht mehr ausschliesslich inside-out aus der Sicht einer Firma oder eines Dienstleisters entwickelt, sondern zusehends outside-in aus der Sicht der Nutzer oder Kunden. Stichworte in diesem Kontext sind etwa ’User Centered Design’ oder ’Co-creation’. Insbesondere der zweite Begriff bringt zum Ausdruck, dass der Kunde oder Nutzer in weit aktiverem Masse in den Wertschöpfungsprozess mit einbezogen wird als dies bisher etwa im Rahmen von Testumgebungen, Fokusgruppen oder Massenbefragungen der Fall ist. Dabei werden Lösungen zusammen mit den Nutzern in einem sich zyklisch wiederholenden Prozess entwickelt, wobei sukzessive Bedürfnisse aufgedeckt, Ideen generiert, Konzepte entwickelt und vorläufige Lösungen wiederum an den Bedürfnissen der Nutzer gemessen werden, solange bis für die potenziellen Nutzer eine zufriedenstellende Lösung verfügbar ist.Als Grundlage für die Lösungsentwicklung dienen die Konzepte des ’Action Learning’ und des ’Design Thinking’, welche von Andreas Ninck über mehrere Jahre und in verschiedenen praktischen Kontexten angewandt und weiterentwickelt worden sind.
Die Idee des ’Action Learning’ kann einfach zusammengefasst werden mit dem Grundsatz ’Learning business by doing business’. Dabei sind die Lernenden nicht bloss passive Wissensempfänger, sondern aktive Entwickler. Und am Ende des Lernprozesses resultieren neben dem theoretischen Hintergrundwissen und dem methodischen Know-how auch konkrete, praktisch nutzbare Ergebnisse. Siehe die Anwendung des Design Thinkinh Konzepts im Projekt TAO and bei der Entwicklung des TAO Handbooks in Wikiversity Platform. Read more …

20. Juni 2012

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule öffnet seine Türen

Stefanie Becker

Das neue Institut Alter der Berner Fachhochschule stellt sich der Öffentlichkeit vor und lädt zur Eröffnungsfeier. Im Institut Alter kooperieren Expertinnen und Experten der verschiedenen Fachrichtungen zum Thema Alter in den Bereichen angewandte Forschung und Entwicklung sowie Weiterbildung. Das Ziel des Institus ist es, in enger Zusammenarbeit die entstehenden Synergien zur Entwicklung nachhaltiger und zukunftsweisender Handlungsstrategien für eine sich demographisch wandelnde Gesellschaft zu nutzen. An der Eröffnungsveranstaltung am 20. Juni 2012 in Bern mit Rahmenprogramm für interne und externe Interessierte bietet sich die Gelegenheit, direkt und persönlich mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.

Einladung zur Institutseröffnung [PDF]
Institut Alter feierlich eröffnet

2. Juni 2012

Seniorweb.ch – eLearning von Senioren für Senioren

eLearning

Im März 2011 hat sich eine Projektgruppe aus den Vertretern des Innovage Netzwerks Zürich, des eLearning Anbieters rissip und der Berner Fachhochschule mit dem Auftrag, eLearning Angebote von Senioren für Senioren zu entwickeln und anzubieten, gebildet. Gleichlaufend hat Seniorweb.ch als elektronische Plattform für ein Publikum 50plus es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, Möglichkeiten für gemeinsames und selbstgesteuertes Lernen anzubieten. Als Ergänzung zu den klassischen Lernformen bietet eLearning für Senioren viele Vorteile: Man ist zeitlich und örtlich unabhängig, man kann den Stoff individuell wählen, und man kann unterbrechen und wiederholen so viel man will. Für Seniorweb ist die Herausforderung bei der Entwicklung von eLearning-Einheiten eine doppelte: Einerseits sollen Angebote entwickelt werden welche zielführend sind, andererseits soll mit der kollaborativen Entwicklung der Angebote auch der Zusammenhalt in der Seniorweb Community gefördert werden. Übergeordnetes Ziel ist es letztlich, Seniorweb mit Hilfe von Online-Lernaktivitäten im Sinne des Stiftungszwecks weiter zu entwickeln:
a) Informationen für die Generation 50plus verfügbar machen
b) digitale Gräben überwinden helfen und Support geben
c) aktive Personen in der Online-Community zusammen bringen
d) Zusammenarbeit von Interessengruppen unterstützen

Prof. Dr. Andreas Ninck eLearning Seniorweb [PDF]

5. März 2012

Ist Wikipedia barrierefrei?

Im Rahmen des Projekts TAO haben Mitarbeitende der Stiftung Zungang für alle die deutschsprachige Wikipedia auf ihre Zugänglichkeit für Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen überprüft. Die Überprüfung erfolgte systematisch nach den WCAG 2.0 Richtlinien, womit erstmals detaillierte Resultate vorliegen. Wikimedia Deutschland wird in Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation und der Entwickler-Community die gefundenen Mängel beheben, um Wikipedia zugänglicher zu machen.

Hier geht’s zum Testbericht.
Weitere Infos zur Studie und zum aktuellen Stand der Verbesserungen gibt es im Wikimedia Blog.

28. Februar 2012

Ältere Menschen und Online Communities – Studie erschienen

active older people

Der Bericht “How Online Communities Can Make a Contribution to the Social Integration of Persons Aged 60 to 75” (Wie Online Communities zur sozialen Integration von 60 bis 75-Jährigen beitragen können) vervollständigt die Vorstudie “Ältere Menschen und Online Communities”. Eine Übersicht der Literatur zur Aktivierung, Motivation und Integration von Personen im Alter 60plus im Kontext von Online Communities wurde bereits 2011 veröffentlicht.

Die nun erschienene qualitative Untersuchung verfolgte die Zielsetzung, die wichtigsten Hindernisse für Personen im Alter zwischen 60 und 75 Jahren bei der Nutzung von Online Communities zu erkennen sowie die Gründe für eine fortgesetzte oder abgebrochene Nutzung von Online Communities zu identifizieren. Sie hatte zudem zum Ziel, das Potenzial von Online Communities bei der Förderung der sozialen Integration näher zu beleuchten. An der Studie nahmen 18 Internet-kompetente Personen (10 Frauen und 8 Männer) im Alter von 60 bis 75 Jahren teil. Die Daten wurden mittels einer Kombination von wiederholten Usability Tests und halbstandardisierten Interviews erhoben.

Der Bericht zeigt, dass unbefriedigende Nutzer-Erfahrungen in allen getesteten Online Communities häufig waren. Als entscheidender Faktor für eine fortgesetzte Nutzung der Community wurde eine klare Verbindung zwischen der Nutzung der Online Community und dem Lebensalltag einer Person identifiziert. Attraktive Inhalte erwiesen sich als ein wichtigerer Anreiz für die aktive Beteiligung über 60-Jähriger als ein spezifischer Fokus auf das Alter. Obwohl die Studie darauf hindeutet, dass sozial weniger gut integrierte Personen auch mit mehr Schwierigkeiten bei der Teilnahme in Online Communities konfrontiert sind, können Online Communities dennoch zur sozialen Inklusion beitragen, indem sie ältere Anwender bei der Organisation und Strukturierung ihres Alltags und bei der Aufrechterhaltung der sozialen Integration nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben unterstützen. Bis zu einem gewissen Grad können Online Communities auch zur Ausübung bestimmter Aktivitäten motivieren und Menschen mit ähnlichen Interessen verbinden. Darüber hinaus kann eine erfolgreiche Teilnahme in einer Online Community auch die Selbstwirksamkeit und den Selbstwert stärken.

Der Bericht enthält verschiedene Empfehlungen für Provider von Online Communities, die den Anteil von älteren Personen unter ihren Nutzern erhöhen möchten. Um potenzielle Nutzer zu aktiven Community-Mitgliedern zu machen, braucht es Anstrengungen auf drei Ebenen: Zuerst müssen User mit attraktiven Inhalten und einem klar herausgearbeiteten und kommunizierten Nutzen angezogen werden. Zweitens müssen sie durch den Prozess der Registrierung und des Kennenlernens der Online Community geführt und begleitet werden. Drittens müssen neue Mitglieder für ihre ersten aktiven Beiträge und Bemühungen in der Community rasch belohnt werden.

Dokumente zum Herunterladen:
Ältere Menschen und Online Communities (auf Deutsch) [PDF]

Study: Online Communities Contribution to the Social Integration of Persons Aged 60 to 75 (auf Englisch) [PDF]

2. Februar 2012

Virtuelles Alt-Jung-Lernprojekt „Kalte Zeiten“ – Broschüre erschienen

Broschüre "Kalte Zeiten"

Zu dem bereits mehrfach erfolgreich durchgeführten virtuellen Leseprojekt „Kalte Zeiten“ ist unterstützt durch ViLE (Virtuelles und reales Lern- und Kompetenz-Netzwerk Älterer Erwachsener e.V.) als Sponsor und Mitwirkender Verein, die „Kalte Zeiten“- Broschüre erschienen. In ihr sind alle wichtigen Informationen, Rahmenbedingungen und Zahlen zu dem Alt-Jung-Projekt zusammengetragen und gestalterisch dokumentiert.

In gedruckter Form beim ZAWiW erhältlich, sowie zum Download hier:
https://www.kojala.de/sites/default/files/kalte_zeiten-broschuere-web.pdf

15. September 2011

Freie Fahrt ins Internet – Fortsetzung

Workshop "Freie Fahrt ins Internet" im Wankdorf Center in Bern

Nach einem erfolgreichen Pilottest im Frühjahr, der aufgrund der grossen Nachfrage etwas länger ausfiel als geplant, wird die Aktion “Freie Fahrt ins Internet” in diesem Herbst weitergeführt. Diesmal sind die Seniorweb-Freiwilligen neben dem Wankdorf Center in Bern neu auch im Einkaufszentrum Karussel in Kreuzlingen präsent. Eine Ausweitung auf weitere Standorte ist für 2012 geplant.

Die Aktion, welche zum Ziel hat, Senioren bei ihren ersten Schritten im Internet und in Online-Communities behilflich zu sein, wird von seniorweb.ch, Pro Senectute, Coop, Swisscom, Wikimedia CH und der Berner Fachhochschule getragen.

Informationen zu den aktuellen Kursangeboten finden Sie auf der Seniorweb-Website.

30. August 2011

Workshop für Referenten von Silberwissen

Referententreffen-Ulm

Vom 1. bis 3. Juli fand in Ulm das erste Referententreffen im Projekt “Silberwissen” statt. Vorbereitung und Durchführung vor Ort lag in den Händen des Zentrums für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm (ZAWiW). Vier halbe Tage gefüllt mit Arbeit und Erfahrungsaustausch standen den Teilnehmern zur Verfügung. Am ersten halben Tag erarbeiteten die Teilnehmer jeweils in kleinen Gruppen einen einstündigen Einführungsvortrag zur Wikipedia, ein Workshopkonzept zur Einführung in die Mitarbeit (Korrekturen einfügen, ergänzen, eigenen Account anlegen) und ein Workshopkonzept für die Mitarbeit in Commons (eigene Fotos hoch laden, verknüpfen von Fotos mit Artikeln). Grundlage dafür waren eigene Erfahrungen der Referenten und eine umfangreiche und hilfreiche Vortragsgrundlage von Jürgen Fenn aus dem Schulprojekt.
Gleich am nächsten Morgen setzten die Referenten ihre Ideen und Konzepte der harten Realität aus. Ulmer Senioren waren Zuhörer, sie stellten sofort Fragen, und sie beteiligten sich in den Workshops. Am Nachmittag erfolgte die Auswertung auf der Grundlage der kritischen eigenen Meinung, der Beobachtung der jeweiligen “hospitierenden” Referenten und der von den Senioren ausgefüllten Fragebögen. Am letzten halben Tag erarbeiteten die Teilnehmer Ideen und Vorschläge für unterstützende Arbeitsmaterialen in Workshops und Hinweise zu den bereits vorliegenden Heften. Es war ein inhaltsreiches und nach übereinstimmender Meinung der Teilnehmer sehr nützliches Treffen für die Beteiligten.

Siehe auch: http://blog.wikimedia.de/2011/08/29/neues-aus-dem-projekt-silberwissen

11. Mai 2011

Projekt TAO: Bestandesaufnahme nach dem ersten Halbjahr

Der Projektstart liegt bereits ein halbes Jahr zurück. Zeit, kurz darzulegen, was wir in der Zwischenzeit erreicht haben:

  • Dank dem grossartigen Einsatz von über 25 Ehrenamtlichen, ist der Aktion „Freie Fahrt ins Internet“, welche einen Informationsstand, Computer/Internet Support und Workshops miteinander kombiniert, im Wankdorf Center in Bern ein eindrücklicher Start geglückt, der alle unsere Erwartungen übertraf. Die Partnerorganisationen – Seniorweb CH, Coop, Swisscom, Wikimedia CH, Pro Senectute und die Berner Fachhochschule sind nun daran, die Ausweitung der Aktion auf weitere Standorte in der Schweiz vorzubereiten.
  • Wikimedia Deutschland hat das Projekt „Silberwissen“ lanciert, dessen Ziel darin besteht, mehr Menschen über 50 dazu zu bewegen, aktiv zur Wikipedia und ihren Schwesterprojekten beizutragen. An verschiedenen Orten in Deutschland fanden bereits Einführungs-Seminare statt, und viele weitere sind noch in Planung.
  • Wikimedia Schweiz plant einen Fotowettbewerb rund um Kulturgüter der Schweiz: Wiki Loves Monuments ist eine jährlich stattfindende Aktion, die von Wikimedia Niederlande initiiert worden war und dieses Jahr erstmals von Wikimedia Fördervereinen in mehreren Ländern gleichzeitig durchgeführt wird. Das Ziel des Wettbewerbs besteht darin, auf spielerische Art und Weise mehr Leute an der Wikimedia Community zu beteiligen, die Visibilität der Kulturgüter der Schweiz in der Wikipedia und ihren Schwesterprojekten zu erhöhen, und die Öffentlichkeit für das Anliegen des freien Zugangs zu Wissen zu sensibilisieren.

Während die ersten konkreten Aktionen erfolgreich gestartet sind und andere sich in Planung befinden, sind auch bereits verschiedene wissenschaftliche Studien und Evaluationen am Laufen, so dass wir damit rechnen, im Laufe des Sommers die ersten Forschungsergebnisse vorlegen zu können. Im Fokus stehen beispielsweise Hinderungsgründe und Motivationsfaktoren für ältere Menschen hinsichtlich der aktiven Nutzung von Online Communities oder die Motivationsgründe von Freiwilligen, welche sich im Rahmen von Massnahmen zur Überwindung der digitalen Grabens engagieren.

Was die technischen Entwicklungsarbeiten betrifft, so wurden bei de.wikipedia.org die ersten Accessibility-Tests durchgeführt – das Ziel besteht darin, die Barrierefreiheit der Wikipedia und der Software-Plattform, auf der die Online-Enzyklopädie läuft (MediaWiki) zu verbessern.

Beat Estermann, Projektkoordinator

8. Februar 2011

Duttweiler-Preis an Jimmy Wales

Genau zum zehnten Jahrestag der Gründung der Online-Enzyklopädie Wikipedia hat das Gottlieb-Duttweiler-Institut (GDI) deren Gründer Jimmy Wales den renommierten Preis verliehen. Die Preisverleihung fand am 26. Januar 11 in einer feierlichen Zeremonie in Zürich Rüschlikon statt.

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales erhielt für seine erfolgreichste Idee den Gottlieb-Duttweiler-Preis 2011. Zur Begründung hiess es: «Wales hat es in knapp einem Jahrzehnt geschafft, ein weltumspannendes Wissensnetz aufzubauen.» Das Portal sei zum Symbol für den Umbruch in der Medienwirtschaft geworden und habe zur Demokratisierung des Wissens beigetragen.

Im Rahmen des Third Age Online-Projekts (TAO) soll versucht werden, auch ältere Menschen mit Wikipedia vertraut zu machen und sie als AutorInnen von WP-Beiträgen zu gewinnen. Bei TAO sind die beiden Wikimedia-Chapter aus Deutschland und der Schweiz beteiligt und suchen eine enge Kooperation mit Senioren-Verbänden, um die ältere Generation im Umgang mit Online-Medien zu befähigen.

8. Februar 2011

Info Point für Internet-Interessierte

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Die TAO-Projektgruppe „Freie Fahrt ins Internet“ hat einen Info Point im Coop-Einkaufszentrum Wankdorf/Bern organisiert, wo sich am Internet Interessierte beraten lassen und für Einführungskurse anmelden können. Als Partner dabei sind Coop, Swisscom, Senioweb Schweiz, ProSenectute, Wikimedia Schweiz und die Berner Fachhochschule (BFH). Der Help Point wird an folgenden Tagen mit Helfern von Seniorweb und anderen Projektpartnern besetzt sein:

Freitag, 4. Februar, 10 bis 18 Uhr

Mittwoch, 9. Februar, 14 bis 18 Uhr

Donnerstag, 10. Februar, 10 bis 18 Uhr

Freitag, 11. Februar, 10 bis 18 Uhr

Weitere Infos zum Info Point und den Einsteigerkursen sowie ein Anmeldeformular gibt es auf der Webseite von Seniorweb.ch

http://www.seniorweb.ch/category/sw-editorial/freie-fahrt-ins-internet

Anmelden können sich Interessierte auch telefonisch unter 031 335 89 10.

4. Februar 2011

Omnibus-Erhebung 2010: Internet in Haushalten

Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, dass 77 Prozent der Haushalte über einen eigenen Internetanschluss verfügen. Im Jahr 2004 lag dieser Anteil bei 61 Prozent. Mittlerweile scheint das Entwicklungspotenzial erschöpft zu sein, da 20 Prozent der Haushalte zuhause kein Internet möchten, keinen Bedarf danach haben oder nicht daran interessiert sind. Als weitere Gründe, keinen eigenen Internetanschluss zu haben, werden der Mangel an Kompetenzen bzw. an Vertrauen sowie körperliche Schwierigkeiten oder Behinderungen genannt.

Ob ein privater Internetanschluss vorhanden ist oder nicht, hängt massgeblich von der Zusammensetzung des Haushalts, seiner Grösse und dem Alter seiner Mitglieder ab. Die Quoten variieren zwischen 95 Prozent für die Haushalte, in denen die älteste Person unter 50-jährig ist, und 33 Prozent für die Haushalte, deren ältestes Mitglied 70-jährig oder älter ist. Nebst dem Alter korreliert auch die Präsenz von Kindern mit der Internetversorgung des Haushalts. Dies scheint die Rolle, die Kinder bei der Übernahme neuer Technologien spielen, zu bestätigen. Nach Regionen betrachtet, weist die italienische Schweiz, wo 64 Prozent der Haushalte ans Internet angeschlossen sind, gegenüber der Deutschschweiz und der französischen Schweiz einen Rückstand auf. Bei den Haushalten mit den jüngsten Mitgliedern ist dieser regionale Unterschied jedoch weniger stark.

Weiterführende Informationen und Publikationen in elektronischer Form finden Sie auf der Homepage des BFS

http://www.statistik.admin.ch > Themen > 16 – Kultur, Medien, Informationsgesellschaft, Sport

2. Februar 2011

Resultate der SeniorWeb NL-Erhebung 2010

Etwa 1’500 Mitglieder nahmen auch 2010 an der jährlichen Umfrage von SeniorWeb teil. 69 Prozent davon gaben an, dass sie sich dank SeniorWeb sicherer im Umgang mit Computern fühlten. Im Allgemeinen, so ergab die Erhebung, sind die Befragten zufrieden mit ihrer Mitgliedschaft. Sie gaben SeniorWeb eine Zustimmung von 8 (auf einer Skala von 10) und würden die Senioren-Plattform und ihre Dienste weiter empfehlen. Zu den häufigsten Problemen gehören gemäss der Umfrage: langsame Computer (28 Prozent) oder Probleme beim Aufstarten (19 Prozent). Schwierigkeiten, die „gelegentlich“ auftauchen, sind unter anderem unklare Fehlermeldungen (67 Prozent) und eine störungsanfällige Internet-Verbindung (52 Prozent).

SeniorWeb Niederlande, gegründet 1996, gilt als älteste, grösste und erfolgreichste Seniorenplattform und ist einer der Community-Partner im europäischen Kooperationsprojekt Third Age Online (TAO).

Weitere Informationen: http://www.seniorweb.nl/

24. Januar 2011

TAO-Start in Deutschland

Wikimedia Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, auch ältere Menschen für die Internetenzyklopädie Wikipedia als Autoren zu gewinnen. Die über 50-Jährigen sind, gemessen an ihrem Anteil an der Bevölkerung, unter den Wikipedia-Autoren bisher unterrepräsentiert. 
Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das Projekt „Silberwissen“ ins Leben gerufen. Mit diesem Projekt wollen wir Menschen mit umfangreicher Berufs- und Lebenserfahrung als Autoren gewinnen. 
Wikimedia Deutschland kooperiert im Rahmen des Projektes mit lokalen Partnern in Deutschland wie zum Beispiel dem SCC Berlin-Mitte.
 Innerhalb des Projekts TAO werden auch grenzüberschreitend 
Erfahrungen mit Kooperationspartnern aus weiteren europäischen Ländern (Niederlande, Schweiz) ausgetauscht. 
Es geht unter anderem zunächst um Fragen wie: Wie funktioniert Wikipedia? Wie werde ich Autor? Wer kann Autor werden? Was heißt Qualität in Wikipedia? 
Referent ist Denis Barthel von Wikimedia Deutschland.

In einem nachfolgenden Workshop im Februar können sich potenzielle Autoren (Gruppen bis zu zehn Personen) unter Anleitung eines erfahrenen Mentors das technische Grundgerüst für eine Mitarbeit aneignen.
 Zu den Themen gehören beispielsweise: Texte bearbeiten, eigene Texte verfassen und einstellen … und viele Fragen beantworten.
 Bei Interesse werden in einem weiteren Workshop Fragen rund um das Einstellen von Fotos, Videos und Scans behandelt. Für weitere Infos:

http://stz.spinnenwerk.de/stz.asp?client=stz&cat1id=755&docid=1171

24. Januar 2011

Wikipedia-Seminar

Im Rahmen der TAO-Wankdorf-Aktionen mit Einsteigerkursen und Workshops finden auch Seminare zur Vorstellung der Community-Partner statt. Bei der Veranstaltung “Wikipedia stellt sich vor” geht es um Grundlagen über die meistgenutzte Online-Enzyklopädie, wie diese funktioniert, wer für sie schreibt etc. Die Einführung wird geleitet von dem Ethnologen und langjährigen WP-Autor Nando Stöcklin, der auch ein Handbuch über das Nachschlagewerk verfasste. Die Seminar-Termine sind:

Donnerstag, 24. Februar

Donnerstag, 17. März

im Coop-EKZ-Wankdorf/Bern.

Anmeldeformulare gibt es unter

http://www.seniorweb.ch/category/sw-editorial/freie-fahrt-ins-internet

24. Januar 2011

Seniorweb-Seminar

Bei der Vorstellung des TAO-Community-Partners geht es um grundlegende Fragen: Was ist Seniorweb? Wer steckt dahinter? Was will Seniorweb? Was bietet Seniorweb?

In diesem Seminar wird die grösste Schweizer Internet-Community für Menschen im dritten Lebensabschnitt vorgestellt. Neben einem kurzen Abriss der bewegten Geschichte von Seniorweb wird der neue Web-Auftritt erläutert. Interessierte erfahren, was sie wo finden, wie sie es finden und was sie selber als Mitglied zur Belebung der Plattform beitragen können.

Ausserdem wird aufgezeigt, was Seniorweb seinen Mitgliedern an virtuellen und persönlichen Kontakten, Dienstleistungen und Hilfestellungen bietet. Ferner erhalten Teilnehmende Gelegenheit, sich als Mitglied bei Seniorweb einzuloggen und einen geführten Streifzug durch die ganze Vielfalt des Angebots zu erleben. Kursdaten:

Dienstag 8. Februar 2011, 14.00 bis 16.00 Uhr (ausgebucht)

Donnerstag 17. März 2011, 09.00 bis 11.00 Uhr

Ort: 
Einkaufszentrum Wankdorf Bern, Coop-Restaurant

Nähere Infos zu diesen Veranstaltungen und ein Anmeldeformular gibt es auf der Webseite von Seniorweb Schweiz

http://www.seniorweb.ch/type/blog/2011-02-08-ffi-workshop-seniorweb-stellt-sich-vor

24. Januar 2011

Kurse “Freie Fahrt ins Internet”

Im Rahmen des europäischen Projekts “Third Age Online” (TAO) finden im Berner Coop Center Wankdorf bis April 2011 verschiedene Aktionen statt mit dem Ziel, den Zugang zum Internet in jedem Lebensalter zu erleichtern. Auf dem Programm stehen ein regelmässiger Help Point in der Einkaufszone, Workshops und Einsteigerkurse für Internet-Interessierte.

Nähere Infos zu den Kursangeboten und ein Anmeldeformular gibt es auf der Webseite von Seniorweb Schweiz

http://www.seniorweb.ch/category/sw-editorial/freie-fahrt-ins-internet

10. Januar 2011

Freie Fahrt ins Internet

Interview mit Beat Estermann, Projektleiter “Third Age Online”. Ein Video von Beat Lüthi

27. Oktober 2010

Event zum Start des Projekts TAO

Das Projekt TAO unter der Federführung der Berner Fachhochschule (BFH) konnte Anfang Oktober offiziell gestartet werden. Die BFH lud alle Projektpartner sowie interessierte Behörden-, Verbands- und Medienvertreter am 26. Oktober 2010 zum offiziellen Kick-off ein.

Auf dem Programm stand eine kurze Präsentation des Projekts sowie Keynote-Vorträge verschiedener Projektpartner aus dem In- und Ausland. Anschliessend stellten sich die Projektpartner den Fragen aus dem Publikum, bevor zum Abschluss ein Apéro serviert wurde.

Zum Auftakt brachte Jürg Römer, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft und Verwaltung der Berner Fachhochschule (BFH), seine Freude zum Ausdruck: «Wir können das Projekt gemeinsam mit hochkarätigen Partnern aus Deutschland und den Niederlanden durchführen, und es ist gelungen, in der Schweiz eine ganze Palette von Partnern – von Non-Profit-Organisationen über KMUs bis hin zu Grossunternehmen – für das Projekt zu gewinnen. Dies ist als grosser Erfolg für die Förderung der E-Inclusion in der Schweiz und für die Internationalisierung der Schweizer Fachhochschulen im Forschungs- und Entwicklungsbereich zu werten.»

Beat Estermann, Koordinator des Projekts TAO, wies darauf hin, dass laut einer Studie der Universität Zürich rund die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer über 65 der Ansicht sind, dass das Internet auch von älteren Menschen stärker genutzt würde, wenn es altersgerechter wäre. Dazu sei es jedoch notwendig, Seniorinnen und Senioren das Wort zu geben und ihnen zuzuhören, um herauszufinden, wie sie das Internet denn besser nutzen möchten.

Exemplarisch für die vier Community-Partner – Seniorweb Schweiz, Seniorweb Niederlande, Wikimedia Schweiz und Wikimedia Deutschland – brachten Pavel Richter (Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland) und Kai Grabenhorst (Projektleiterin bei Seniorweb Niederlande) ihre Perspektive auf das Projekt zum Ausdruck: Während es Wikimedia Deutschland in erster Linie darum geht, auch unter den 50-Jährigen vermehrt aktive Autoren für die Wikipedia zu gewinnen, möchte Seniorweb Niederlande nach Wegen suchen, um die Online-Aktivitäten ihrer Mitglieder auf der eigenen Online-Plattform zu stimulieren.

Markus Marquard von der Universität Ulm, die in der Altersforschung über langjährige Erfahrungen verfügt, erläuterte die verschiedenen Barrieren für ältere Menschen, die es beim Online-Zugang abzubauen gilt. Im Rahmen von TAO gehe es darum, dass ältere Menschen sich das Internet nicht nur erschliessen, sondern es auch für ihre Bedürfnisse und Interessen nutzen. Das Projekt TAO diene dazu, gemeinsam mit älteren Menschen herauszufinden, wie das Internet ein zusätzliches Fenster zur Welt öffnen kann und hilft, Freiheiten und Selbstständigkeiten im Alter zu erhalten. Ausserdem solle aufgezeigt werden, wie Ältere das Internet nicht nur konsumieren, sondern sich selbst aktiv an Online-Communities beteiligen und so ihre Kompetenzen und
Erfahrungen einbringen können.

Medienmitteilung

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